Luftqualität

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Luft­schad­stoff Stick­stoff­dioxid

Umweltbericht 2016: Stick­stoff­oxide werden bei Verbrennungsprozessen mit hohen Temperaturen freigesetzt, beispielsweise in Kraftwerken und Fahrzeugmotoren. Das Element Stickstoff geht mit Sauerstoff verschiedene gasförmige Verbindungen ein, die mit dem Sammelbegriff Stickstoffoxide beziehungsweise Stickoxide bezeichnet werden. Die Kurzbezeichnung dieser Stoffe lautet NOx. Die bodennahen Stickstoffoxidemissionen des motorisierten Straßenverkehrs wirken unmittelbar auf die Anwohnerinnen und Anwohner ein. Die Emissionen aus den hohen Schornsteinen von Industrieanlagen werden dagegen weit verteilt und tragen zur Hintergrundbelastung bei.

Das aus Gesundheitssicht wichtigste gesundheitsgefährdende Stickstoffoxid ist das Stickstoffdioxid.

Erhöhte Stickstoffdioxid-Konzentrationen in der Atemluft sind mit einer Zunahme von Atemwegserkrankungen wie Bronchitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie einem Anstieg der Sterblichkeit verbunden. Für die Langzeiteinwirkung konnte bisher kein Schwellenwert abgeleitet werden, unter dem Stickstoffdioxid gesundheitlich unbedenklich wäre. Das bedeutet: Jede Verringerung der Stickstoffdioxid-Konzentration in der Luft wirkt sich unmittelbar positiv auf die Gesundheit der Bevölkerung aus.

Die Belastung mit Stickstoffdioxid liegt an stark befahrenen, eng bebauten Innenstadtstraßen des Landes noch immer teils deutlich über 40 Mikrogramm pro Kubikmeter, dem EU-Jahresgrenzwert für die Konzentration von Stickstoffdioxid in der Außenluft. Im Jahr 2015 wurden an 56 von den 128 Messstellen im Land teilweise deutlich höhere Werte ermittelt, Höchstwerte gab es in Köln am Clevischen Ring (66 Mikrogramm pro Kubikmeter), in Düren an der Euskirchener Straße (61 Mikrogramm pro Kubikmeter) und in Düsseldorf an der Corneliusstraße (59 Mikrogramm pro Kubikmeter) sowie der Merowinger Straße (56 Mikrogramm pro Kubikmeter). Insgesamt wurde im Jahr 2015 in 31 nordrhein-westfälischen Kommunen der Stickstoffdioxid-Grenzwert überschritten.

Hauptverursacher von Stickstoffdioxidbelastungen (NO2) ist der Straßenverkehr, vor allem Lastkraftwagen, Busse und Personenkraftwagen mit Dieselantrieb. Diesel-Kraftfahrzeuge machen rund 34 % des nordrhein- westfälischen Bestands von insgesamt 11,3 Millionen Kraftfahrzeugen aus.

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