Radioaktivität

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Strahlenschutzvorsorge und Radioaktivität

Umweltbericht 2016: Radioaktive Stoffe können über weite Strecken über die Luft transportiert werden. 2011 kam es im japanischen Atomkomplex Fukushima zu einem sehr schweren nuklearen Unfall. Die Aktivitätskonzentrationen der Luft und der Fallout waren in Deutschland um mehr als den Faktor 10.000 geringer als nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. In deren Folge wurden 1986 große Mengen radioaktiver Stoffe über die Nordhalbkugel der Erde verteilt. Nordrhein-Westfalen wurde zwar weniger radioaktiv belastet als Süddeutschland, trotzdem ist von den in Tschernobyl freigesetzten radioaktiven Stoffen das radioaktive Cäsiumisotop 137 weiterhin im Land messbar. Es führt bei Wildschweinen immer noch vereinzelt zu Überschreitungen des für das Inverkehrbringen von Wildfleisch bestehenden Grenzwertes.

Die routinemäßige Überwachung der Umweltradioaktivität durch die 5 amtlichen Messstellen des Landes dient sowohl der Erfassung der „normalen“ Hintergrundstrahlung als auch zur Vorhaltung von Laborkapazitäten für den Fall eines radiologischen Vorfalls. Grundlage sind das Strahlenschutzvorsorgegesetz sowie die landeseigenen Messprogramme: Im Normalbetrieb werden pro Jahr rund 1.900 Einzelanalysen (Alpha-, Beta- und Gammanuklide) an circa 1.700 verschiedenen Proben vorgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl die in Nordrhein-Westfalen erzeugten als auch die importierten Lebens- und Futtermittel nur geringe Gehalte „künstlicher“ Radioaktivität aufweisen. In Böden, Pflanzen aus nicht landwirtschaftlich genutzten Bereichen (Blätter, Nadeln, Gras), Schwebstoffen und Sedimenten aus Gewässern, Feststoffproben von Abfällen sowie in Wildpilzen und Wildfleisch sind etwas höhere Gehalte radioaktiver Stoffe nachzuweisen, die nicht natürlichen Ursprungs sind. Hierbei handelt es sich um geringste Spuren der Radioisotope Cäsium-137 (Tschernobyl-Fallout von 1986), Strontium-90 (Kernwaffentests der 1950er- und 1960er-Jahre) und Jod-131 (Nuklearmedizin).

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