Altlasten und Flächenrecycling

Eine Komponente zur Verringerung des Flächenverbrauchs ist die Wiedernutzung von Brachflächen. Für eine effektive Planung müssen zunächst die Brachflächenpotenziale der Kommunen ermittelt und aufbereitet werden.

Das Bild zeigt einen Kronkorken am Straßenrand © Daniel Kirsch / Pixabay

Das Land unterstützt die Kommunen dabei, indem es sie dafür finanziell fördert und einen Leitfaden für die notwendigen Datengrundlagen und Arbeitsschritte veröffentlichte. Auch wird im Jahr 2025 der Aufbau eines Brachflächenkatasters abgeschlossen sein, auf dessen Daten alle Kommunen Zugriff haben werden. Da Brachflächen oft industriell vorbelastet sind, ist ein Flächenrecycling nicht ohne eine systematische Altlastenbearbeitung möglich. Seit vielen Jahren wird die Erfassung, Untersuchung und Sanierung von Altlasten vorangetrieben und durch das Land gefördert. Altlastensanierung und Flächenrecycling werden durch den „AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung“ kräftig unterstützt. Mit Stand Juni 2023 wurden landesweit rund 33.000 Altablagerungen und rund 55.000 Altstandorte erfasst. Bei den Altablagerungen handelt es sich um stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen und Flächen, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert wurden. Die Altstandorte sind Grundstücke stillgelegter Anlagen und Flächen, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen wurde. Sie spiegeln die bergbauliche und industrielle Geschichte des Landes wider. Von diesen Flächen sind rund 31.000 als altlastverdächtig anzusehen. Bei rund 28.000 der erfassten Flächen liefen oder laufen Gefährdungsabschätzungen, bei rund 9.000 Flächen liefen oder laufen Sanierungen.