Lärm

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Verkehrs­lärm belastet
die Gesund­heit

Umweltbericht 2016: Straßen-, Schienen-, Flug- oder Gewerbelärm kann die Gesundheit und das Wohlbefinden auf vielfältige Weise beeinflussen. Lärm kann den Schlaf stören und damit zu Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeit und der Reaktionsfähigkeit am Folgetag führen. Insbesondere die Nachtrandstunden haben für den Schlaf eine besondere Bedeutung. So können sich Bluthochdruck und Herzkrankheitenentwickeln, wenn der Schlaf durch andauernde Lärmeinwirkung regelmäßig gestört wird. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass allein in Westeuropadurch verkehrsbedingten Lärm jährlich 1 bis 1,6 Millionen gesunde Lebensjahre verlorengehen. In Nordrhein-Westfalen ist vor allem der Verkehrslärm eine große Belastung, wie die landesweite Lärmkartierung 2012 nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie aufzeigt.

Ein wichtiges Instrument zum Lärmschutz in Nordrhein-Westfalen ist die Lärmaktionsplanung der Städte und Gemeinden. Die Lärmaktionspläne stellengesamtstädtische Konzepte dar, um Lärmprobleme und -auswirkungen zu vermindern, und werden in sogenannten Lärmkarten dargestellt. Da die Bürgerinnen und Bürger mit der Lärmsituation vor Ort am besten vertraut sind, können sie sich konkret an der Planung beteiligen und ihre Interessen einbringen. Weitere Informationen zur Lärmaktionsplanung sind auf der Seite umgebungslaerm.nrw.de zu finden.

Lärmkarten liegen aktuell für 375 Städte und Gemeinden (Stand: 2016) vor. Diese sind für Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, fürStädte und Gemeinden an Hauptverkehrsstraßen mit einem Aufkommen von überdrei Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr, an Haupteisenbahnstrecken mit einem Verkehrsaufkommen von über 30.000 Zügen pro Jahr und an Großflughäfen mit einem Verkehrsaufkommen von über 50.000 Flugbewegungen pro Jahrvorgeschrieben. Sie zeigen den engen Zusammenhang von Wohnlage, Umwelt- undGesundheitsbelastung: Von den 1,4 Millionen Menschen, die von gesundheitsschädlichem Umgebungslärm über 55 Dezibel zur Nachtzeit betroffen sind, wohnen 64 % in der Nähe stark befahrener Straßen. Die Nachbarschaft zu Schienenverkehrswegen führt für 35 % der Anwohnerinnen und Anwohner vor allem wegen des nächtlichen Güterverkehrs zu einer erhöhten Lärmbelastung. Die Lärmkarten werden alle 5 Jahre mit Unterstützung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz erstellt und veröffentlicht.

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