Nahaufname von mit Moos gefüllten Gittersteinen © Tom Escher

Entsiegelungs-initiative.NRW

Potenziale erfassen. Böden entsiegeln. Zukunft entwickeln.

Die Bodenversiegelung hat vielfältige negative Auswirkungen auf unsere Umwelt. Insbesondere die städtischen Gebiete sind von der Bodenversiegelung stark betroffen und erleben infolgedessen eine erhöhte Hitzebelastung sowie ein gesteigertes Hochwasserrisiko. Die Folge der zunehmenden Bodenversiegelung sind auch im Verlust und der Zerstörung der natürlichen Bodenfunktionen (u. a. Wasser-, Nährstoff-, und Kohlenstoffspeicherung) zu erkennen.

Laut den aktuellen Daten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) aus 2024, sind 12,4 % der Landesfläche versiegelt. Die Nachhaltigkeitsstrategie.NRW sieht eine Reduzierung der Zunahme der Bodenversiegelung bis 2030 im Vergleich zu 2024 vor.

Entsiegelung kann als Maßnahme die natürlichen Bodenfunktionen (teilweise) wiederherstellen, mehr Raum für Grün und Wasser schaffen und so insbesondere zur Anpassung gegenüber klimawandelbedingten Einflüssen beitragen.

Das Land Nordrhein-Westfalen bietet eine Vielzahl an Förder- und Unterstützungsangeboten an, die es Kommunen schon jetzt ermöglichen, Entsiegelungskonzepte und -maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

Die Entsiegelungsinitiative.NRW hat das Ziel, bestehende Informationen, Datengrundlagen und Förderangeboten zielgerichtet und gebündelt bereitzustellen, um Interessierten eine unkomplizierte und kompakte Informationsquelle zu bieten. Die Initiative richtet sich vor allem an Kommunen, Institutionen und Vorhabenträger, die Flächen entsiegeln können und wollen.

Die Initiative wird vom Trägerkreis Allianz für die Fläche  unterstützt. Dieser ist von wesentlicher Bedeutung, da hier Stakeholder (Kommunale Spitzenverbände, Architektenkammer etc.) zusammenkommen, die selbst bzw. durch ihre Mitglieder bereits viele Entsiegelungs-Aktivitäten durchführen oder durchgeführt haben. Sie setzen sich aktiv für die Entsiegelung und Begrünung von Flächen ein, um klimawandelbedingten Einflüssen entgegenzuwirken, die Bodenfunktionen (teilweise) wiederherzustellen oder um die grün-blaue Infrastruktur in städtischen Räumen zu verbessern. Diese Beispiele können überzeugen und zu weiteren Initiativen anregen. 

Auf Grundlage dieser Beispiele wird eine Best-Practice-Karte zu Entsiegelungsaktivitäten erstellt und regelmäßig aktualisiert.

Für eine erfolgreiche Entsiegelungsinitiative müssen alle fachlichen Akteure zusammenwirken!

Logo Allianz für die Fläche © LANUK NRW

Weiterführende Informationen und Materialien können Sie dem Manifest, Handout und der Verlinkung entnehmen: